Tips für den etwas anderen Winterurlaub
VW Bus & Nordscandinavien
Tips für den etwas anderen Winterurlaub
VW Bus & Nordscandinavien
Ein wenig "Verrückt" und "Abenteuerlustig" muß man für einen Trip ins winterliche Lappland schon sein, wenn man sich jedoch an einige Spielregeln hält, das Wetter ausreichend beobachtet und die Situation frühzeitig erkennt, kann einem wenig passieren.
Ich hoffe, daß die Tips und Informationen hilfreich sind und ihr einen schönen Winterurlaub mit dem Bully habt.
Winterreifen
Ohne Winterreifen geht gar nichts. Spikesreifen wären gut, aber für "durchreisende" Touristen kaum machbar, da man ja die Anfahrt auch damit machen müsste - auf nasser oder trockener Straße sind die Dinger saugefährlich und in Deutschland verboten...
Mit guten Winterreifen (kein Baumarktbilligzeug!!) die nicht zu alt sind (max 2 Jahre) und angepasster Fahrweise geht es aber auch.
Infos zum Straßenzustand in Schweden gibts hier: VÄGVERKET
Die Straßenverhältnisse sind dort im Winter gut bis sehr gut, es wird kontinuierlich geräumt.
Die Fahrbahnoberfläche besteht meistens aus aufgerautem Eis auf die Split oder Sand gestreut wird.
Motor
Kühlmittel: Am Besten vorher den regelmäßigen Wechsel durchführen (siehe Betriebsanleitung), Frostschutzkonzentration bis ca. -50 Grad.
Dünneres Motoröl ist Pflicht (0W40, 5W30 siehe Betriebsanleitung), die Vorglühanlage sollte in gutem Zustand sein, unbedingt vor der Abfahrt noch einen NEUEN Kraftstoffilter montieren (wegen Kondenswasser) und Ersatzfilter mitnehmen.
Falls ein zusätzlicher Ölkühler (vor dem Wasserkühler) montiert ist: Eine Pappe anfertigen, damit der Ölkühler bei starken Minustemperaturen abgedeckt werden kann...
Die Batterie sollte in gutem bis sehr gutem Zustand sein. Ein normaler neuer Bleiakku hat bei -20 Grad nur noch 50 Prozent seiner Kapazität gegenüber dem Gefrierpunkt (0 Grad). Eine Zweitbatterie ist Pflicht!
Bei besonders kalten Nächten ist es sinnvoll, die Starterbatterie auszubauen und im warmen Innenraum zu lagern.
Eine Motorheizung ist dort oben kein Luxus, sondern vermeidet den morgendlichen Abschleppdienst.
Für Diesel und Benzin gibts z.B. die HYDRONIC von Ebespächer, für 220V z.B. von DEFA oder bei BILTEMA Nr. 40-172
Dieselkraftstoff im Winter:
Diesel kann bei starken Minustemperaturen versulzen (ausflocken). Wenn es erst einmal geschehen ist, ist der Dieselfilter verstopft und nichts geht mehr - nur langwieriges erwärmen (warme Garage oder Werkstatt für min. 24 h) hilft dann noch weiter.
Auch die Dieselstandheizung kann dadurch ausfallen.
Sommerdiesel sollte bei der Abfahrt so wenig wie möglich im Tank sein.
Winterdiesel ist in Deutschland bis -22 Grad und in Scandinavien bis -40 Grad "winterfest".
Tanken
Immer tanken wenn der Tank halbleer ist!
Nicht alle Tankstellen haben lange geöffnet, viele schließen schon um 17.00.
An Automattankstellen funktionieren unsere Kreditkarten meistens nicht - Bargeld bereithalten.
Für die Kreditkarte eine PIN Nummer beantragen (dann braucht man nicht immer den Ausweis vorzeigen),
Kreditkarten mit Passfoto ersparen auch dort längere Diskussionen...
220 V
mind. 20m 220V-Kabel(Trommel) mit Adapter zu CEE-Stecker/Kupplung (wir haben allerdings in niemals CEE-Anschlüsse gesehen).
Die Kabel schmelzen gern in Schnee und Eis ein und sind schwer "loszueisen", daher täglich kontrollieren und vielleicht auch Ersatz mitnehmen.
Ein Batterieladegerät um bei vorhanden 220 V die Fahrzeugbatterien laden zu können (oder auch ein festmontiertes Automatik-Ladegerät)
Ein Spannungswandler 12 V -> 220 V (z.B. um Handy oder Fotoapparate laden).
Fahrzeugbeleuchtung
Wichtig ist eine ausreichende Beleuchtung der Fahrbahn, also Zusatz-Fernscheinwerfer montieren, möglichst viele und starke und möglichst hoch angebracht.
Man fährt dort oben halt oft in der Dämmerung und im Dunkeln und da sind dann die Rentiere und Elche gern auf den geräumten Straßen unterwegs...
Stärkere Glühlampen (nicht im Bereich der StVZO benutzen!) gibt bei BILTEMA.
Heizung
Die Standheizung - egal ob Diesel oder Gas, die Heizung muß zuverlässig durchlaufen und eine Wärmeleistung 2-3 KW haben.
Eine ausreichend dimensionierte Zweitbatterie ist für die Standheizung obligatorisch!
Achtung: Eine Dieselstandheizung funktioniert nur richtig bis zu 1300 Höhenmetern ! Darüber nur sehr unzuverlässig !
Regelmäßig den Abgaskamin von Eis und Schnee befreien!
Ein Heizlüfter - für alle Fälle mitnehmen, falls die Standheizung einmal ausfällt. Als sinnvoll hat sich ein kleiner 950/650 W 220 V Heizlüfter erwiesen, gibts bei BILTEMA (Kupévärmare Artikelnummer40-412)
Die Heizung sollte möglichst die ganze Nacht über auf kleiner Stufe laufen, das morgendliche Aufheizen des "unterkühlten" Innenraums verbraucht genausoviel Energie wie das laufenlassen der Heizung über Nacht.
Auch sollte die Heizung auch bei Abwesenheit minimal laufen, um Einfrierungen zu vermeiden.
Gefunden bei promobil:
Zehn wichtige Regeln für die Behaglichkeit
1. Zu hause kontrollieren. Heizung vor Antritt der Reise warten und im Probelauf Funktionstüchtigkeit prüfen.
2. Vorausschauend heizen. Lange Aufheizzeit des Wohnwagens beachten und früh genug mit dem Heizen beginnen. Auch bei längerer Abwesenheit den Caravan nicht auskühlen lassen. Auf kleiner Flamme weiterheizen.
3. Luftzufuhr sichern. Wird die Verbrennungsluft unter dem Fahrzeugboden angesaugt, muss die Öffnung von Schmutz und Schneematsch freigehalten werden. Der Ansaugstutzen der Heizung darf im Fahrbetrieb nicht im Spritzbereich der Räder liegen.
4. Für guten Abzug sorgen. Dachkamin im Winter verlängern (im Zubehörhandel erhältlich). Der Caravaner braucht bei Schneefall das Dach nicht zu räumen, um die Heizung betreiben zu können. Seitenkamine auf Vereisung durch Kondens- oder Schmelzwasser kontrollieren.
5. Heizenergie sparen. Isomatten an den Fenstern und Dachhauben unterstützen die Heizwirkung. Ein Vorzelt dient als wirkungsvolle Kälteschleuse. Öffnungen für die Zwangsentlüftung am Fahrzeug dürfen nicht abgedichtet werden, sonst droht Erstickungs- oder Vergiftungsgefahr.
6. Gasversorgung sichern. Sorgen Sie für volle Propan-Flaschen. Erkundigen Sie sich rechtzeitig, wo die nächste Füll- oder Tauschstelle zu finden ist. Automatische Zweiflaschenumschalter (Truma Duomatic) versorgen die Heizung mit Energie, auch wenn niemand an Bord ist. Bei tiefen Temperaturen kann der Regler an der Gasflasche einfrieren. Das kleine Heizelement Truma Eis-Ex sorgt dafür, dass das nicht passiert.
7. Mit Strom heizen. Vor dem Einsatz der Elektrozusatzheizungen muss geklärt sein, ob die Absicherung des Campingplatzes den Stromfressern standhält.
8. Caravan Richtig lüften. Gegen Schwitzwasserbildung hilft der Austausch feuchter Luft. Mehrmals täglich schocklüften (alle Fenster ganz geöffnet für wenige Minuten) statt dauerhaft lüften bei leicht offenem Fenster. Das Fahrzeug kühlt nicht aus, und frische Luft erwärmt sich schneller.
9. Finger Weg vom Herd. Auf keinen Fall die Flammen des Kochers oder den Gasbackofen als Zusatzheizung verwenden. Aufgrund des hohen Sauerstoffverbrauchs besteht akute Erstickungsgefahr.
10. Heizung nicht zweckentfremden. Der Warmluftaustritt an den Ausströmern oder der Blechverkleidung darf nicht behindert werden. Niemals Kleider an diesen Stellen oder davor zum Trocknen aufhängen. Dies reduziert nicht nur die Heizleistung, sondern kann zu Schädigung der Heizung führen und birgt Brandgefahr!
Gasversorgung
Rechtzeitig planen und stets im Auge behalten ist das a und o.
Lieber zuviel Gas mitnehmen als zu frieren...
Ein Eis-Ex von TRUMA gegen Reglervereisung kann nicht schaden.
Wir selbst hatten nie das Bedürfnis unsere Flaschen und Tanks befüllen zu lassen, da genug Vorrat an Bord war.
Das Befüllen von Gastanks oder Tankflaschen (vor dem Kauf bitte unbedingt die Hinweise zum Betanken der Gastankflasche auf der Homepage beachten!!) soll an Autogastankstellen problemlos möglich sein, Voraussetzung ist natürlich ein passender Adapter.
Deutsche, graue Campinggasflaschen lassen sich in Scandinavien weder sicher tauschen noch füllen.
Die Alternative könnte der Kauf einer schwedischen Gasflasche sein, man kann sie nach Gebrauch zurückgeben und bekommt sein Geld zurück, bezahlt also nur den Inhalt. Die 11 kg Flaschen sollen vonden Maßen her in etwa der deutschen 11 kg Flasche entsprechen. Gebraucht wird dann noch ein Adapter...
Noch eine Alternative könnten die BP Gas light Flaschen werden/sein. Sie sollen wohl in Scandinavien getauscht werden. Wo man sie in Deutschland bekommen kann ist leider auf der BP Internetseite nicht herauszubekommen, ich habe mal eine Anfrage gestellt (15.01.09) - Antwort am 16.01.09: Der Vertrieb wurde in Deutschland eingestellt. Also keine Alternative...
Sehr viele sich teilweise wiedersprechend Informationen schwirren umher...
Daher diese aus dem Internet zusammengetragenen Infos ohne jegliche Gewähr:
Norwegen
Es ist nicht möglich, deutsche Flaschen wieder zu befüllen.
Deutsche Urlauber können bei AGA AS norwegische Adapter
kaufen. Die Flaschen können gegen Pfand geliehen und am Ende des Urlaubs abgegebenwerden.
Infos bei AGA AS, Fax 0047/22027805, und Statoil unter Fax 00 47/22 96 22 10.
Tanks werden befüllt, das Gastankstellennetz ist aber nur gering ausgebaut.
Propan: Kein Befüllen ausländischer Gasflaschen. Bei 900 Filialen Pfandflaschen (5 und 11 Kilo) von AGA erhältlich (kompatibel mit
finnischen und schwedischen Gasflaschen); Rücknahme innerhalb von sechs Monaten. AGA-Adapter erforderlich. Info: www.aga.no
BG Gas light: Flaschentausch an BP-Tankstellen, Adapter erforderlich. Autogas: Flächendeckendes Netz mit LPG-Abfüllstationen
an 39 Tankstellen, vor allem im Süden, Adapter (italienisches System) erforderlich.
Schweden
Deutsche Flaschen können nicht befüllt werden. Alternative: Kauf eines Adapters der Firma Air Liquide, mit dem schwedische Sechs- und Elf-Kilo-Flaschen
verwendet werden können. Allerdings passen diese nicht immer in deutsche Gaskästen.
Propan: kein Befüllen ausländischer Gasflaschen. Pfandflaschen (5 und 11 kg) von AGA erhältlich (kompatibel mit finnischen und
norwegischen Gasflaschen). AGA-Adapter erforderlich, Info: www.aga.se BP Gas light: Flaschentausch an BP-Tankstellen,
Adapter erforderlich. Autogas: 10 LPG-Abfüllstationen und Tankstellen, Adapter (italienisches System) erforderlich.
Tausch einer 11Kg Gasflasche zwischen 50-55Euro fällig sind! Bei der 5Kg können es 25 Euro sein!!!
Finnland
Flaschen mit Epsilon-Markierung (E) werden wieder befüllt. Finnische Flaschen haben DINAnschlüsse.
Propan: Kein Befüllen ausländischer Gasflaschen. Pfandflaschen ( 5 und 11kg ) von AGA erhältlich ( kompatibel mit norwegischen und schwedischen
Gasflaschen ), AGA-Adapter erforderlich. Vertrieb von Tehokaasu-Flaschen über NESTE-Tankstellen und Einzelhandel. BP Gas light: Flaschentausch
an BP-Tankstellen, Adapter erforderlich.
Infos zur Gasversorgung in Scandinavien vom ADAC (Stand 15.01.09):
Skandinavien:
Norwegen:
Ähnlich wie in Spanien wurde in Norwegen das Befüllen von ausländischen Gasflaschen seit dem 1.1.1998 aus Sicherheitsgründen verboten.
Die Fa. AGA bietet den Touristen dennoch folgende Lösung an:
Der Tourist kann bei einer der rund 800 Zweigstellen von AGA eine norwegische 11-kg-Flasche (ca. 1200,- NOK inkl. Propanfüllung) kaufen und einen Adapter (ca. 300.- NOK); neuerdings soll es auch möglich sein 5-kg-Flaschen zu erhalten. Am Ende der Reise nimmt jede Zweigstelle von AGA die Flasche zurück und erstattet dafür 400,- NOK. Voraussetzung für die Rückzahlung ist, dass der Tourist eine Propanflasche von AGA (grau) hat und eine weniger als 6 Monate alte Quittung vorweisen kann. Der Adapter wird nicht zurückgenommen und verbleibt im Eigentum des Touristen.
Eine Übersicht der Gashändler (auch für Schweden und Finnland) erhalten Sie bei AGA, www.aga.no, Fax: 0047 2202 7805 oder Statoil Marketing, Fax: 0047 2296 2210. Achtung: Der Tausch der Flaschen in Norwegen ist sehr teuer, ca. 35,- € (11kg Flasche).
Schweden und Finnland:
Hier gibt es im Prinzip die gleichen Schwierigkeiten wie in Norwegen.
Aber auch in diesen Ländern hat die Fa. AGA mehrere Händler-Stationen, bei denen man wie in Norwegen Gasflaschen leihen kann. Norwegische, schwedische und finnische Gasflaschen sollen kompatibel sein. Der Tausch einer norwegischen Flasche z. B. in Schweden ist somit kein Problem. In Finnland werden Gasflaschen auch von der Fa. Tehokaasu, www.tehokaasu.fi, vertrieben. Erhältlich bei "NESTE" Tankstellen und ländlichen Einkaufsläden.
Wer genauere Infos hat: Bitte eMail an mich.
Blaue CAMPING-GAZ Flachen sind zur Gasversorgung kaum geeignet: Butangas ist für Temperaturen unter 4°C nicht geeignet, da es nicht mehr verdampft. Allerdings sind sie in fast allen Größen fast überall zu bekommen...
Innenausstattung
Dämmung:
Wenn möglich den Fußboden mit Isolierplatten auslegen.
Ein (schwerer) Trennvorhang zwischen Fahrerhaus und Wohnraum erfüllt nicht nur während der Fahrt seinen Zweck.
Falls im Wohnraum keine Iso-Fenster vorhanden sind, sollte man sich überlegen ob man die Glasfenster von innen nicht mit bündig zugeschnittenen Isoplatten "dichtmacht"...
Lebensmittel:
Es ist keine Expedition in unbewohnte Gebiete, Supermärkte und Einkaufsmöglichkeiten gibt es dort oben auch überall.
Nicht einpacken sollte man Lebensmittel in Gläsern, die sind nicht frostfest und platzen!
Wasserver- und entsorgung
Festeingebaute Wassertanks sind im Wintercamping kaum zu nutzen, es sei denn sie sind gut isoliert und mit Elektroheizungen ausgestattet.
Wir haben oberhalb des Küchenblockes einen 10 L Kanister montiert, mit Schlauch zum normalen Wasserhahn am Spülbecken.
Von diesen kleinen 10 L Kanistern hatten wir ein halbes Dutzend mit, das verstauen war kein Problem und man konnte sie "mal eben" schnell füllen.
In den Abwasserschlauch haben wir ein T-Stück mit Absperrhahn montiert und auch einen 10 L Kanister angeschlossen.
Mit diesen "Änderungen" hatten wir keine Frost-Probleme bei der Wasserver- und entsorgung.
Versucht nicht, das Abwasser durch Salz vor dem Einfrieren zu schützen. Dazu müsste man kiloweise Salz in den Tank schütten, und bei starkem Frost unter -6 Grad würde es trotzdem einfrieren!
Mitnehmen sollte man einen ca. 1,5 m langenWasserschlauch zum Kanister befüllen am Waschbecken der vielen öffentlichen Toilettenhäuschen (die Außenwasserhähne sind im Winter abgestellt)
Feuchtigkeit, der größte Feind beim Wintercamping:
Man muß beim Wintercamping zwei Feuchtigkeitsarten unterscheiden: Die Feuchtigkeit, die wir mit unseren Schuhen und Kleidungsstücken in das Fahrzeug bringen und die Feuchtigkeit die durch das "Leben" (Kochen, Atmen...) im Auto entsteht. Egal wie die Feuchtigkeit entsteht, sie kondensiert an den schlecht isolierten, kalten Stellen (Karosserie-Metallteile, Glasscheiben, Außenwände) Dort, wo die Heizungsluft den "Taupunkt" nicht über den Gefrierpunkt bekommt (oft in den Schränken) schlägt sich die Luftfeuchtigkeit nieder und friert auch an - also nicht wundern wenn der Pullover im Schrank festgefroren ist...
Gegen die Feuchtigkeit in den Schränken (Taupunkt-Feuchtigkeit) kann man kaum etwas machen. Sinnvoll, aber mit viel Aufwand verbunden, wäre die Belüftung der einzelnen Schränke mit warmer Heizungsluft...
Wichtig ist auch regelmäßiges Stoßlüften, um die Luftfeuchtigkeit wieder rauszulassen.
Möglichst wenig Feuchtigkeit mit ins Auto bringen: Schuhe sollten möglichst immer vor dem Fahrzeug abgefegt/abgeklopft werden. Jacken und andere verschneite Kleidungsstücke sollten möglichst vor dem Fahrzeug ausgeschüttelt werden.
Nasse Kleidungsstücke sollten umgehend zum trocknen aufgehängt werden. Hierbei sollte die Heizung laufen und für eine ausreichende Lüftung gesorgt werden.
Winter-Zusatzausrüstung
Grundsätzlich muß man seinen "Materialbedarf" auf das vorhandene Platz- und Stauraumangebot anpassen. Unbedingt dabei haben sollte man aber folgende Dinge:
Schneeketten (das montieren zu Hause üben)
Klappspaten, besser Schneeschaufel (BILTEMA)- zum Ausgraben des Wohnmobils, falls man einmal in einer Schneewehe feststeckt.
Fußabtreter und Handfeger
Abschleppseil oder Bergegurte extra lang
Startpilot
Anti- Eisspray
Waschwasserzusätze für die Scheibenwaschanlage (unverdünnt)
Isoliermatten für die Front und Seitenscheiben (Fahrerhaus, innen + außen).
Gas-Laterne z.B. Campingaz Lumogaz 206
Gas-Kocher z.B. Campingaz Bleuet 206 Plus Kocher + ausreichend Stechkartuschen
Taschenlampen
Eiskratzer, Türschloss-Enteiser
Streumittel (Splitt)
Bohlenstücke als Unterlagen
Starthilfekabel (für Dieselmotoren min. 25mm)
falls nötig Reservebatterien für die Zündung der Gasheizung!
Vorzelt (falls man länger auf einem Platz bleibt, sehr praktisch als Wärmeschleuse und Raum für Ski etc.).
Wärmflasche(n)
Allgemein
Sicherheitsregeln:
Wildcampen ist bei solchen Witterungsverhältnissen eigentlich kaum zu empfehlen, zumindest nicht das Campen weit abseits von menschlicher Besiedlung und wenn man allein unterwegs ist. Zu schnell kann eine Notlage durch leere Batterien oder einen nicht anspringenden Motor eintreten (Tip: Immer auf die die Netzstärke des Handys achten). Anders sieht es natürlich aus wenn man in der Gruppe mit mehreren Fahrzeugen unterwegs ist.
Es gibt im Winter dort oben auch kaum Möglichkeiten "wild zu campen", da es kaum "Fluchtmöglichkeiten" links und rechts der Straße gibt...
Ein Problem ist, das man im Winter oft für viele Kilometer nicht von der Strasse herunter kann wegen dem Schnee, noch nicht mal auf den Parkstreifen. Wo der Schneepflug entlang geht ist da oft eine Schneewand neben der Fahrspur. Die kleinen Seitenstrassen, Abbiegungen, etc. sind verschüttet.
Fahre nie in unbekanntes, verschneites Gelände. Man weiß nie, was unter dem Schnee liegen kann!
Halte Abstand von Hängen, Abgründen und Flüssen, Bächen, achte darauf was die Einheimischen machen...
Ansonsten: Stell Dich mit anderen Wohnmobilfahrern zusammen. In einer Gruppe findet man schneller Hilfe und es dient auch der eigenen Sicherheit.
Im Lappland-Winter ist es insbesondere für Neulinge ratsam, einen Campingplatz aufzusuchen. Dort ist die Infrastruktur mit Stromanschluß, Gasflaschenvertrieb und sonst. technischer Hilfe einfach besser als in "freier Wildbahn" .
Das Wichtigste:
Benehmt Euch unauffällig ! Seit nett und höflich zu den Einwohnern. Respektiert die Gebote und Hinweise.
Vergesst nie, das Ihr von den Einwohnern etwas wollt, nicht sie nicht von Euch.
Schmeiß Euren Müll niemals in die Landschaft, sondern entsorgt ihn in den Mülltonnen, die überall aufgestellt sind. Entsorgt Eure Toiletteninhalte niemals im nächsten Graben, sondern in den vorhandenen Entsorgungsstationen oder öffentlichen Toiletten (Chemie braucht man bei den Temperaturen eh nicht in der Toilette).
Nur wenn wir uns alle bemühen und den Gegebenheiten vor Ort anpassen, werden uns die Leute in der Zukunft weiterhin dulden und nicht vertreiben.
Die lange Liste zeigt:
Wintercamping will geplant sein.
Mit einem gut ausgerüsteten Bully lassen sich dann allerdings Gegenden und Genüsse erfahren, die für die Mühe vor dem Start mehr als entschädigen.
Weitere Wohnmobiltips auch hier:
oder hier
http://www.blank-martin.de/camping_infos.htm
Hier noch Tips von Michael Knappmann für Norwegen im Winter mit dem VW Bus T2
Weitere Tips nehmen wir gerne in diese Liste auf.